15. Juni 2008
Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? - sagt a oid's stingad's Sprücherl. Ganz in diesem veradelten Sinne ging's diesmal auf einen Naturlehrpfad (Orgelmusik und Hyperlink zur Online-Präsenz einer Institution für den zweiten Bildungsweg) in der Nähe von Bleiberg-Kreuth. Erlachgraben heisst das Ding und eigentlich is es ja ein völlig verbauter Einschnitt in die dortige Bergwelt, wobei die Verbauung und Einbetonierung erst dann aufhört, wenn es bergauf Richtung Wertschacher Alm geht und man sich im eigentlichen Sinne nicht mehr in einem Graben befindet. Aber anyway - Sprache ist bekannterweise ungenau.
Erlachgraben
Der Weg durch die Verbauung gestaltet sich mehr als Tölentraining denn als angenehm. Beinahe jeder Garten der im Erlachgraben errichteten Häuser verfügt über einen lautstark anschlagenden Köter unterschiedlicher Gattung, Körpergrösse und erreichtem Grad des Wahnsinns. Gemeinsam ist den Rattlern nur, dass sie alle versuchen, über den - gerade mal 3 cm zu hohen - Zaun zu springen, um einem die Eingeweide fachhündisch zu entfernen. Hat ein Haus keinen Hund im Garten, so kann man davon ausgehen, dass das nächste Haus zwei Hunde im Garten hat. Nur für die Statistik. Bemerkenswert sind auch die Besitzer dieser besten Freunde des Menschen, die genüsslich neben ihren Tieren stehen und vermutlich intrapsychisch Wetten abschliessen, ob es die Töle diesmal schafft, den Zaun zu überwinden und den Terretorialeindringling zu reissen.
Naturlehrpfad
Nach Durchschreiten des Erlachgrabens geht der Weg vorerst hinauf Richtung Wertschacher Alm bzw. Kobesnock und zweigt dann nach rechts hinunter in den Wald ab. Hier beginnt dann auch der Naturlehrpfad, den man daran erkennt, dass in regelmässigen Abständen weisse Taferln vor Pflanzen in den Boden gespickt sind und diese mit Namen identifizieren. Es erwartet einen ein schattiger Waldspaziergang, mal etwas bergauf, mal etwas bergab.
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Der Pfad endet an einer Wiesenlandschaft ein gutes Stück oberhalb der Bundesstrasse nach Bleiberg. Von dort kann man sich entscheiden, weiter am Hang zu spazieren oder gleich Richtung Bleiberg-Kreuth hinunter zu gehen. Letzteres auf Asphalt, ersteres auf Wiesenwegen. In jedem Fall gilt: retour geht es bergab.



















