You are here: Blog

13. Juli 2008

Eigentlich hätte es ja irgendein Wasserfall mit einer Bronze-Nixe werden sollen, aber nachdem ich auf der Suche nach einem Parkplatz wohl etwas zuweit gefahren bin und plötzlich wenige Meter vor besagtem Wasserfall zu stehen kam, dachten wir uns - das soll es nun sein? Eine Hatscherei in der Ebene? Na danke, da war doch noch - ja genau, da war so ein Bergerl nebenan; der Grosse Schoberstein genannt. Also wieder retour nach Steinbach-Weissenbach am Attersee, denn hier befinden wir uns gerade und hingeparkt. Von ausführlicher Beschilderung halten die Ansässigen wohl wenig, den prompt standen wir auch schon mitten am Hang in einem teilweise sturmschädenbehafteten Waldabhang. Nach etwas rumstapfen zwischen sturm- und handgefällten Bäumen und Ästen findet sich dann auch eine Markierung Richtung Grosser Schoberstein und ein freundliches Schild, das einem mitteilt, dass niemand die Verantwortung dafür übernimmt, wenn einem besagter Schober-Stein wegen Altersschwäche aufs erlauchte Hirn poltert.

Grosser Schoberstein

Der Weg verläuft in - ich kann leider nicht soweit raufzählen, wie es da gibt - Serpentinen von etwa 470 Metern im Tal auf etwa 1.000 Höhenmeter knapp unter den Gipfel. Offenbar bekamen auch andere WanderInnen leichte Zustände bei den Serpentinen und so säumen Schilder des Alpenvereins den Weg, auf denen darauf hingewiesen wird, dass das Abkürzen des Weges die Natur zerstört. Also hopp, hopp auf die Serpentine und ja nicht vom Weg abkommen, sonst bekommt man offenbar das Schrot ins Sitzfleisch oder wie auch immer dieses Abkommen geahndet wird (evtl. durch Racheengel mit AV-Anstecknadel?).

Der Rückweg ist fast aufregender als der Hinweg, da man beim Runterhatschen erfreulich viele Möglichkeiten hat, sich bei einem Steinchen oder einer gefällig platzierten Wurzel durch ein Stolpern - na hopala - das G'nack zu brechen. Je feuchter die Witterung, desto spannender ist die Geschichte, aber das kann man sich eh denken.