14. Juni 2008
Ein Besuch in Kärnten - Urlaub bei Freunden ... lei lei ... quasi - zwang uns, unser Terretorialverhalten, die Schändung der Natur mit unseren Schuhabdrücken betreffend, auszuweiten. Das Wetter war vielversprechend - schattig und regnerisch - und nachdem wir Begleitung hatten, suchten wir eine kurze Route aus: von der Dellacher Alm zur Poludniger Alm mit der Hoffnung, eine offene Hütte zu finden, sodass wir noch ein Sprüngerl auf den Poludnig schauen könnten.
Dellacher Alm
Die Anfahrt zur Dellacher Alm ist ein etwas abenteuerliches Unterfangen. Es geht hinter Hermagor nach Möderndorf, vorbei an der Garnitzenklamm hinauf zur Egger Alm (14 Kehren - die haben da doch echt bei jeder Kehre ein Taferl hinbaut mit Kehrennummer und Seehöhe - da soll noch mal jemand behaupten, wir leben in keiner anal fixierten Gesellschaft), dann weiter durch (hier: übertragen gemeint) Weidevieh zur Dellacher Alm auf 1.365m.
Poludniger Alm
Wer nun völlig faul ist, bleibt im Auto sitzen und fährt zur Poludniger Alm - ja richtig - gerade, als wir uns Richtung Alm zu Fuss aufmachen, kam uns ein nördlicher Nachbar (ich erspar uns hier die Landesnennung, gibt eh nicht viel Auswahl) im Audi entgegen. Nach kurzer zeit zweigt von der Almstrasse ein Waldweg Richtung Poludniger Alm ab, der in etwa 30-45 Minuten zur Almsiedlung auf 1.708m führt. Wer möchte, kann dann in weiteren 45 Minuten auf den Poludnig wandern. Nachdem die Almhütte jedoch geschlossen war (in Tirol würde einem so etwas nicht passieren - Almhütte zu, obwohl Touristen davor rumstakseln) und nasskalter Schneefall ein Verweilen im Freien ungemütlich machte, machten wir uns auf den Rückweg.
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Was mich persönlich ja erstaunte, war der Umstand, dass es offenbar bei unseren nördlichen Freunden (auch hier wieder keine Landesnennung) viele kneippbegeisterte Damen und Herren gibt, die bei 0 bis 5 Grad Celsius, recht dichtem Schneefall, Nebel und entsprechend kühlem Wind auf 1.700m blossfussig in Birkenstock rumgeistern und darüber jammern, dass ein Abstieg ddurch die feucht-rutschige Wiese nicht möglich sei und sie nun 1,5 Stunden Strassenwanderung in erwähntem Klima vor sich hätten. Da fragt man sich doch: ja, was meinen die denn, was auf 1.700m in den Alpen ist? Der Swimmingpool im subtropischen Klima und die Baströckchen-Schirmchendrink-Fraktion?



