03. März 2008 später
Gerade von ArtZone kommend, einer was-auch-immer-für-einer Community - ich bin mir da ja nie sicher, was dieses ganze Networking-Gelaber für einen tieferen Sinn hat, abgesehen vom Vergeuden von Zeit (digg it anyone?), vielleicht die globale Antwort auf die Ich-AGs, die wie Schwammerln aus dem Boden schiessen - einer Community also, die seit Neuestem auch einen virtuellen Marktplatz (aka Shop) für digitale Medien hat - klar irgendwie: das Potential von wie-vielen-auch-immer BenutzerInnen muss monetär genützt werden - frage ich mich, ob derzeit stattfindende Konsolidierung der online Marktplätze für diese Art digitale Inhalte nach dem gleichen Prinzip von Statten geht, mit dem Supermärkte die Greissler verdrängen. Poser Pros, von DAZ Productions übernommen, wird nun wohl irgendwie in ArtZone aufgehen, Renderosity und Content Paradise gehen getrennte Wege (ich vermute ja, dass es nun an der Zeit für Content Paradise ist, der Starthelferin Renderosity auf Wiedersehen zu sagen, but anyway) und die kleineren Marktplätze wie Runtime DNA, 3D Commune oder Renderotica werden sich wohl über kurz oder lang entscheiden müssen, in welcher Richtung sie ihre Zukunft sehen.
Über all diesen Marktplätzen schweben die Damoklesschwerter der Kreditkartenverträge und Sittenwächter und je grösser ein Marktplatz wird, desto genauer muss auf die Einhaltung der Terms of Service geachtet werden, die in der Regel recht restriktiv sind. Das führt mich dann schon irgendwie zu dem Schluss, dass zuerst innerhalb einer Community Inhalte für den Konsum geschaffen werden, die danach innerhalb der eigenen 4 Wände des Locus quasi ausgepackt und in ein digitales Abbild eigener Befindlichkeit und eigenen Ausdrucks vermantscht werden, um anschliessend wieder im Rahmen der Community zur positiven Verstärkung der eigenen Befindlichkeit (Hug Club, anyone?) unter dem gestrengen Auge der TOS (meist geschützt) veröffentlicht zu werden. Irgendwie verquer, so beschleicht es mich.