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12. September 2009

Nachdem die Meldung durch die lokalen Medien ging, dass die Gleisanlagen der Schafbergbahn demnächst erneuert werden sollen, dachten wir, die alten Gleise können wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Ein nebliger Tag, es sieht nach Regen aus; perfektes Wetter für einen Spaziergang vom Schafberg herunter nach St. Wolfgang. Etwas geschmalzene Preise für eine Bergfahrt (EUR 19,00 p.P., ca. 47 Cent pro Minute Bergfahrt, wer's genau wissen will) und jemand macht auch Fotos von einem beim Durchgang durch die Ticketkontrolle. Entschädigt wird man für all das in dem Moment, in dem man das antiqierte Stück Eisenbahngeschichte betritt und auf einer der Holzbänke Platz nimmt. Wer nun meint, an einem nebligen Tag würde keiner mit der Bahn fahren, hat sich getäuscht; die zwei Züge sind zwar nicht randvoll, aber dennoch gut gefüllt. Etwa 40 Minuten dauert die Berfahrt mit einem kurzen Aufenthalt bei der Schafberg-Alpe. Da der Höhenunterschied zwischen Tal- und Bergstation etwa 1.190m beträgt, sollte man sich ein zusätzliches Jopperl zum Überstreifen mitnehmen.

Zur Schafberg-Alpe

Bei der Bergstation angekommen, empfängt einen - Nebel. Grundsätzlich hätte man wohl eine schöne Aussicht auf irgendwelche Berge, Täler und Seen, aber wer braucht das schon. Es reicht vollauf, die Wege zu sehen, die einerseits hinauf zum Haus Schafbergspitz (inkl. Hotelbetrieb) sowie der Himmelspforten-Hütte und anderseits über die Gipfelwiese hinunter Richtung Schafberg-Alpe führen. Stöcke ausgepackt (die Steine auf dem Weg hinunter sind doch etwas von den Regenfällen der vergangenen Tage rutschig) und zwischen Latschen und eine Gazillion niedriger Stufen hinunter zur Schafbergalm.

Rund um den Aignerriedel

Auch auf der Schafberg-Alpe kann man - neben Jausnen natürlich - nächtigen und eine Forststrasse zieht sich von der Alm abwärts Richtung Naturfreunde-Haus und Aignerriedel. Verlässt man die Forststrasse und folgt dem Wegweiser Richtung St. Wolfgang, so taucht man alsbald in einen verwunschenen Märchenwald ein. Zugegeben - der Nebel und die Luftfeuchtigkeit tun hier ihr übriges, um eine entsprechende Atmosphäre zu schaffen.

Zurück nach St. Wolfgang

Nach dem Wald der dritten Art beginnt der lange Weg heim. Stundenlang einen grob geschotterten Weg gehen mag ja für Personen auf einem privaten Kreuzweg ein vergnügliches Unterfangen sein; den Wegbetreibern hätte etwas mehr Kreativität aber sicherlich nicht geschadet. Was wäre hie und da an etwas Erde auf dem Weg so schwierig gewesen, ausser dass der Weg dann nicht mehr so einfach als Drainage dienen kann? Alles in allem der langweiligste Abschnitt, der über die (ehemalige) Dorneralm und die Jausenstation Aschinger (ab dieser beginnt auch die asphaltierte Strasse) zurück zum Ausgangspunkt; dem Schafbergbahn-Bahnhof führt.

Alles in allem, ein Erlebnis, das man wahrscheinlich nicht missen, aber nur einmal erleben möchte.