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04. April 2008

Lost in Color

Venedig, die Stadt der Liebe, ein versinkendes Kleinod in der Adria, eine romantische Oase im Meer der Romantik. Vermutlich kann man deswegen auch nicht die Rosenverkäufer abschütteln, die einem bei jeder nur erdenklichen Gelegenheit so eine arme, des Lebenssaftes befreite rote Blume andrehen wollen. Und wie es in einer Oase wohl so üblich ist, gibt hier alle 50m ein Leintuch, das am Boden liegt (Basar anyone?), und auf dem sich, gefällig angeordnet, nebst einem schwarzafrikanischen Strassenhändler 10-15 Damenhandtaschen befinden, wobei man sich gerne fragen darf, ob die auf den Taschen angebrachten Markenetiketten auch wirklich lizenzierte Etiketten sind.
Doch verschliessen wir für einen Moment die Augen vor den kalten Grausamkeiten der Wirklichkeit, vor den Massen an Leuten (zu denen man ja schliesslich auch selber gehört), vor dem Kommerzwahn, der z.B. auf Murano abgeht: "Free Entry" als Schild auf einem Geschäft, das - wie könnt's auch anders sein - Glas-was-auch-immer feil bietet; wer zu diesem Zeitpunkt noch nicht völlig hirnbefreit ist, wird sich zu Recht fragen ... "Ich muss froh sein, dass ich nix zahlen muss, um den Billa zu betreten?" Konzentrieren wir uns also auf das Wesentliche: den Sprizz. Wesentlich deswegen, weil es das einzige ist, das einem bei der Bewältigung dieser Stadt hilft:

Sprizz

Casino